Einführungsveranstaltung
In der Einführungsveranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die Organisation und den inhaltlichen Aufbau des Zertifikatslehrgangs. Die Kursleitung gibt eine Einführung in die Zertifikatsarbeit (Portfolio) und ermöglicht es den Teilnehmenden, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen.
Das erste Impulsreferat thematisiert zentrale Aspekte der Sprachförderung im 1. Zyklus. Anschliessend diskutieren die Teilnehmenden, wie diese in die eigene Praxis integriert werden können.Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Modul 1: Sprachförderung nach dem Konzept von Barbara Zollinger; Kinderspiel und Sprache
In Modul 1 wird das Konzept von Barbara Zollinger vorgestellt, das sich für die alltagsintegrierte Sprachförderung im 1. Zyklus eignet. Spielentwicklung und Individuation sind laut Zollinger eng mit der Sprachentwicklung eines Kindes verbunden und müssen bei der Förderung berücksichtigt werden. Zunächst werden die Meilensteine der Sprachentwicklung und deren Implikationen für den Unterricht erläutert: Worauf ist zu achten, wenn Kinder wenig verstehen und kommunizieren? Wie können sie ihre sprachlich-kommunikativen Kompetenzen verbessern?
Der zweite Teil des Moduls legt den Fokus auf die Spielentwicklung als zentralen Bestandteil der kindlichen Entwicklung bis ins Primarschulalter. Sprachspiele werden vorgestellt, den Spracherwerb in verschiedenen Entwicklungsphasen gezielt zu unterstützen
Referierende
Claudia Dürmüller, MSc.
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Modul 2: Sprachauffälligkeiten – (Früh-) Erkennung und Förderung
Die Sprachentwicklung ist eng mit der kindlichen Gesamtentwicklung verknüpft und beeinflusst das schulische Lernen und die Bildungslaufbahn. Es ist wichtig, Sprachauffälligkeiten früh zu erkennen, um mögliche Spracherwerbsstörungen rechtzeitig zu erfassen. Die gezielte, frühe Sprachförderung kann zur Prävention von Schulschwierigkeiten beitragen.
Am Vormittag liegt der Fokus auf der Phänomenologie von Sprachauffälligkeiten. Zudem werden Tools und Übungen zur Erkennung und Einordnung angeboten. Nachmittags besuchen Sie das Didaktische Zentrum der HfH (DiZ), um verschiedene Sprachförderprogramme zu sichten. Ausserdem werden Apps zur Sprachförderung vorgestellt, die Sie direkt auf den iPads des DiZ ausprobieren können.
Webinar: Sprachförderung (Zyklus 1) in digitalen und realen Lernwelten
Referierende
Karin Reber, Dr.
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Wolfgang G. Braun, Prof.
Senior Lecturer, Leiter Förderzentrum
Modul 3: Handlungsorientierte Sprachförderung: Zaubern als Didaktik einer lustvollen Sprachförderung; Bewegungsorientierte Sprachförderung mit SPRINT
Handlungsorientierte Sprachförderung und Zaubern: In diesem Modul werden die Prinzipien der handlungsorientierten Sprachförderung vorgestellt, mit einem Fokus auf Zaubern als didaktische Methode. Die Teilnehmenden lernen sprachfördernde Zaubertricks kennen, die sie direkt in ihrer Arbeit anwenden können. Sie erfahren, wie Zaubern motivierend wirkt und die Sprachentwicklung im Zyklus 1 unterstützt. Der Kurs ist praxisnah gestaltet: Es werden Zaubertricks hergestellt und ausprobiert.
Webinar: Bewegungsorientierte Sprachförderung (SPRINT): An zwei Mittwochnachmittagen wird SPRINT als bewegungsorientiertes Sprachförderkonzept vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse und Strategien, um die sprachlichen Fähigkeiten mehrsprachiger Kinder im Zyklus 1 zu fördern.
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Sonja Schäli, MA
Advanced Researcher
Wolfgang G. Braun, Prof.
Senior Lecturer, Leiter Förderzentrum
Modul 4: Kinder mit Sprach-, Sprach- und Kommunikationsauffälligkeiten im Unterricht fördern
Dr. Christoph Till und sein Team untersuchten, wie oft Kinder mit Sprach-, Sprech- und Kommunikationsauffälligkeiten im Unterricht von Schweizer Regelschulen gefördert werden und wie Fachkräfte dabei zusammenarbeiten. Die Ergebnisse der Studie sowie pädagogische Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Sprachförderung werden beleuchtet. Ein Workshop bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Handlungsrepertoire zur inklusiven Sprachförderung zu erweitern.
Im zweiten Teil wird das Konzept Kontextoptimierung vorgestellt, das Kindern hilft, grammatische Kompetenzen zu entwickeln. Praxisbeispiele veranschaulichen, wie die Methode erfolgreich im Unterricht umgesetzt werden kann.Webinar: Kontextoptimierung (3–6):
Dr. Marc Schmidt präsentiert das für 3–6-Jährige weiterentwickelte Konzept.Referierende
Christoph Till, Dr.
Marc Schmidt, Dr.Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Modul 5: Leseunterricht in der Sprachheilschule; Lesediagnostik für Unterricht und Förderung
Leseunterricht an Sprachheilschulen (Dr. Christoph Till):
Der Lehrplan 21 ist im Grundsatz für alle Kinder gültig, auch für Kinder mit Spracherwerbsstörungen, die zum Teil die Sprachheilschule besuchen. Um die Re-(Integration) dieser Kinder in die Regelschule zu ermöglichen, sollten die Grundanforderungen des Lehrplans angestrebt werden. In diesem Modul wird exemplarisch gezeigt, wie gängige Lehrmittel angepasst werden können, um in diesem Kontext das verstehende Lesen zu fördern.Lesediagnostik für Unterricht und Förderung (Brigitte Hepberger):
Am Nachmittag liegt der Fokus auf der Diagnostik der Lesekompetenzentwicklung als Basis für die spezifische Leseförderung. Im Rahmen dessen lernen die Teilnehmenden standardisierte Lesetests sowie qualitative Beobachtungsinstrumente kennen.Referierende
Christoph Till, Dr.
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Modul 6: Wirksame Prävention von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
Für Kinder mit Sprachschwierigkeiten stellt der Schriftspracherwerb eine besondere Herausforderung dar. Sie profitieren von gezielter Vorbereitung im Kindergarten und adaptiver Begleitung im Anfangsunterricht. Die Teilnehmenden lernen Methoden, Spiele und Materialien zur Förderung schriftsprachlicher Vorläuferfertigkeiten kennen, darunter auch Konzepte und Programme, die sich zur Prävention von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) eignen.
Der zweite Teil des Moduls ist dem Einsatz von Leitfiguren (z.B. Handpuppen) gewidmet, die besonders bei Kindern mit Sprach- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten Lernprozesse effektiv unterstützen können. Die Teilnehmenden erfahren praxisnah, wie die Sprachförderung durch den Einsatz von Leitfiguren lebendig und interaktiv gestaltet wird.
Referierende
Claudine Kopp Kölbener, MA, Schulische Heilpädagogin und akademisch ausgebildete Puppenspielerin
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Modul 7: Schreibkompetenzen aufbauen im ersten Zyklus und exekutive Funktionen stärken
Die Schreibentwicklung beginnt im Kindergarten und setzt sich in der Primarstufe fort. Im Modul 7 wird vermittelt, wie Kinder spielerisch an das Schreiben herangeführt werden und welche Unterstützung sie bei Schreibschwierigkeiten erhalten können. Kreative Übungen fördern die Feinmotorik, die Grammatik und den Wortschatz.
Exekutive Funktionen wie Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und kognitive Flexibilität sind entscheidend für das Lernen und unerlässlich für den Erwerb von Lese- und Schreibkompetenz. Gezielte Übungen zur Stärkung dieser Funktionen erleichtern Kindern den Zugang zum Lesen und Schreiben.
Webinar: Dr. Petra Küspert stellt Strategien zur Integration exekutiver Funktionen in die Leseförderung vor.
Referierende
Petra Küspert, Dr.
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Abschlussveranstaltung
Leitung
Brigitte Hepberger, Mag. rer. nat., Mag. phil.
Senior Lecturer
Detailinformationen
CAS Sprachförderung: Diagnostik und spezifische Intervention
Kategorie Weiterbildung