Learning Support Teams unterstützen Schulen im Umgang mit Vielfalt

Kategorie News

Das Projekt «Learning Support Teams an Schulen» (LST) unterstützt Schulen praxisnah bei der Umsetzung von Inklusion und stärkt Schulteams und -leitungen im Umgang mit Vielfalt. Das Projekt verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit schulischer Praxis.

Kontakt

Christoph Suter Titel Prof. Dr.

Funktion

Leiter Institut für Professionalisierung und Systementwicklung / Professor

Meike Wolters Kohler Titel lic. phil.

Funktion

Senior Lecturer

Minna Törmänen Titel Prof. Dr.

Funktion

Senior Researcher

Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, eine nachhaltige und inklusive Schulkultur aufzubauen. Learning Support Teams unterstützen Schulen direkt vor Ort, in dem sie praxisnahe Hilfestellung leisten – von der Unterrichtsplanung über die Durchführung bis hin zur Evaluation. Lehrpersonen, Fachkräfte und Schulleitungen werden gezielt gestärkt, ihre vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen. Die Inanspruchnahme ist stets freiwillig. Keine Schule und keine Lehrperson ist verpflichtet, ein LST anzufordern. Gerade diese Freiwilligkeit schafft Vertrauen und Akzeptanz.

Organisation und Unterstützungsleistungen

Organisation. Ein Learning Support Team setzt sich aus mindestens zwei qualifizierten Fachpersonen zusammen, die über langjährige Unterrichtserfahrung verfügen. Zusätzliche Qualifikationen in Heilpädagogik, Schulleitung oder Schulentwicklung sind erwünscht. Die Teams werden sorgfältig vorbereitet, nehmen an Weiterbildungen, Supervisionen und regionalen Netzwerken teil. Wesentlich ist: Die Learning Support Teams sind bei einer Bildungsbehörde oder einem Schulamt angestellt. Dies gewährleistet Professionalität, Unabhängigkeit und Entlastung der Schulen.

Unterstützungsleistungen. Die Learning Support Teams bieten ein breites Spektrum an Unterstützungsleistungen an, darunter:

  • Gemeinsame Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht
  • Beratung im Classroom Management und beim Umgang mit heterogenen Lerngruppen
  • Unterstützung bei inklusiver Beurteilungspraxis
  • Förderung der Zusammenarbeit mit Eltern
  • Beratung von Schulleitungen in Fragen zu Führung, Personal und Kommunikation
  • Mitwirkung an Schulprogrammarbeit, Netzwerkaufbau und Weiterbildungsplanung

Alle Angebote erfolgen in enger Abstimmung mit den Schulen. Die Teilnahme ist freiwillig und richtet sich nach den Bedürfnissen der anfragenden Schule bzw. der anfragenden Lehr- oder Fachperson.

Projektelemente

Vorbereitung und Unterstützung der Learning Support Teams. Jedes Learning Support Team wird sorgfältig auf seine Arbeit vorbereitet und begleitet. Im Rahmen der Vorbereitung und berufsbegleitend erhalten die Teams entsprechende Schulungen zu den zentralen Kernthemen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich einerseits auf den aktuellen Fachdiskurs beziehen und andererseits auf die Arbeit eines LST abgestimmt sind. Supervisions- und Intervisionsangebote für die Supporter:innen sind integraler Bestandteil des Projekts.

Vernetzung und gegenseitige Unterstützung. Inklusionsorientierte Arbeit lebt von Austausch und Zusammenarbeit. Das Projekt bietet regelmässige, bedarfsgerechte Austauschtreffen: Die Learning Support Teams und die Behörden treffen sich in eigenen Formaten, jeweils gestützt auf Erkenntnisse der Forschungsgruppen. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, die Arbeit laufend zu verbessern und Schulen sowie Organisationen zu entlasten.

Begleitforschung. Das Vorhaben wird durch ein gemeinsames Forschungsteam der HfH und der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) begleitet. Durch den engen Einbezug der Hochschulen sollen von Beginn an wissenschaftliche Daten zur Wirksamkeit der Learning Support Teams erhoben werden (siehe Forschungskonzept). Dadurch können sowohl die Angebote und der Einsatz der LST ständig gezielt an die Bedürfnisse des Feldes angepasst wie auch Rückmeldungen an die Behörden gegeben werden, die helfen, das Konzept laufend weiterzuentwickeln.

Beteiligte Institutionen und Finanzierung

Beteiligte Institutionen. Neben der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) und der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) sind die Abteilung Volksschule des Departements Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, das Schulamt Fürstentum Liechtenstein, der Schulkreis UTO Stadt Zürich sowie der Schulkreis Zürichberg Stadt Zürich am Projekt beteiligt.

Projektleitung. Die Projektleitung besteht aus Prof. Dr. Frank Brückel (PHZH), Rachel Guerra (Schulamt Fürstentum Liechtenstein), Prof. Dr. Christoph Suter (HfH) und Meike Wolters (HfH). Zum Forschungsteam gehören Julia Häbig (PHZH), Minna Törmänen (HfH), Alexandra Totter (PHZH), Ramona Eberli (HfH) und Venera Gashaj (HfH).

Finanzierung. Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz, und den Projektpartner:innen Kanton Aargau, Schulamt Fürstentum Liechtenstein sowie den Schulkreisen UTO und Zürichberg der Stadt Zürich.

Mehr erfahren

Weiterführende Informationen zum Projekt und die dazugehörenden Materialien finden Sie auf der Website der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH). Zur Projektseite